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Was Frauen beruflich von Männern lernen können

27. Juli 2018
Frauen beruflich

Frauen sind in der Chef-Etage immernoch sehr selten. Sie werden als leistungsschwach und weniger belastbar empfunden als Männer und durch den möglichen Nachwuchs auch seltener in wichtigen, gut bezahlten Positionen platziert. Wieso aber sind Frauen beruflich so anders als Männer? Und wieso werden Männer im Berufsleben eher ernstgenommen als Frauen?

Es fängt schon bei einem Bewerbungsgespräch an und zieht sich durch den kompletten Berufsalltag, kommt es dann auch noch zu wichtigen Gesprächen oder Diskussionen, sitzen Frauen oft am kürzeren Hebel. Du willst nicht, dass dir das auch passiert?

Ich habe in vielen verschiedenen Berufen mit Männern und mit Frauen zusammen gearbeitet und sie dabei sehr genau beobachtet. Dabei sind mir Dinge aufgefallen, die Frauen häufig anders machen als Männer. (Natürlich nicht alle, aber in der breiten Masse schon.)

10 Dinge die du dir von Männern beruflich abgucken kannst:

  1.  First things first. Männer setzen sich und ihre Bedürfnisse oft an die erste Stelle. Sie versuchen nicht, es allen Recht zu machen sondern wollen, dass es ihnen selbst gut geht.
    Heißt für dich: Du willst etwas? Dann kommuniziere es! Nichts ist so effektiv, wie einfach mal den Mund aufzumachen und seine Bedürfnisse auszusprechen.
  2. Rede dich und deine Leistung nicht runter. Du findest deine Leistung in Projekt X super. Statt dies auch so zu zeigen und mit Stolz darüber zu reden, sagst du „Ach ich bin nicht so richtig sicher, ob das so toll ist.“
    Durch solche Aussagen, sparst du dir zwar die Kritik der anderen, das aber auch nur, weil du sie selbst schon ausgesprochen und in allen Köpfen verankert hast.
  3. Nimm es nicht persönlich. Kollege X mag dein Projekt nicht und äußert Verbesserungsvorschläge (die manchmal eventuell etwas gröber ausfallen können), Frauen sehen sich hier sofort in ihrer Person gekränkt. Männer hingegen können Kritik an ihrer beruflichen Leistung und Kritik an ihrer Person oft um einiges besser trennen.
  4. Sieh dich nicht als das „schwache Geschlecht“. Du hast keinen höheren Lohn verdient, da du ja eine Frau bist und jeder weiß, dass Frauen einfach nicht so leistungsstark sind und auch sowieso viel weniger können. BULLSHIT! Hör auf, alles immer auf dein Geschlecht zu schieben. Wir leben im Jahr 2018 und wenn du etwas schaffen willst, dann schaffst du es auch.
  5. Lerne zu networken. Männer können sich schneller und besser vernetzen, was jede Menge Vitamin B für den Beruf mit sich bringt. Frauen können das auch. Lies Bücher zu diesem Thema und spring ins kalte Wasser. Sehr häufig denken Frauen, sie dürfen nicht bei wichtigen Gesprächen mitreden, oder haben Angst was falsches zu sagen. Leider kann man networken nur lernen, wenn man es auch aktiv betreibt.
  6. Sag nicht zu allem Ja und Amen. Nein, du kannst das Projekt nicht auch noch übernehmen, weil dein Tisch selbst schon voll liegt. Nein, du kannst am Freitag nicht länger im Büro bleiben, weil du schon Tickets für das Konzert hast auf das du dich so lange freust. Nur weil deine weiblichen Instinkte oft mit dir durchgehen, musst du nicht für alle immer und immer wieder die Mutti spielen. Lässt du das zu, werden die Leute ewig ihre Aufgaben auf dir abladen.
  7. Körperliche Reize haben im Beruf nichts verloren. Du willst ernstgenommen werden? Dann lass deine körperlichen Reize aus dem Spiel. Du willst ja schließlich für deine Leistung anerkannt werden, oder?
  8. Offensiv statt defensiv. Du gehst in eine Verhandlung und stellst dich schon darauf ein dich zu verteidigen. Immerhin werden die bösen, dominanten Männer gleich mit Kritikpunkten gegen dich schießen und du musst deinen Schutzwall hochziehen. Mit einer solchen Einstellung, begibst du dich direkt in die schwache Position und kannst eigentlich nur noch verlieren. Übe lieber den Angriff.
  9. Achte auf deine Ausdrucksweise. Männer haben genug Selbstbewusstsein, um zu sagen „Ich mache“, Frauen hingegen wollen sich nicht so hart ausdrücken und reden oft mit ausdrücken wie „vielleicht sollten wir“ um den heißen Brei herum. Komm auf den Punkt und sei selbstbewusst genug, um auch das zu sagen was du denkst.
  10. Keine Zickereien und weniger Mimimi. Frauen neigen dazu sich ihren Hormonen hinzugeben und wenn es sein muss, voll in ihrer Rolle als Zicke aufzugehen. Männer können auch rumheulen oder zickig sein, erfolgreiche Männer hingegen, sind ziemlich konstant und beherrscht in ihren Emotionen. Niemand braucht eine Zicke oder ewige Heulsuse im Büro, gehe professioneller mit deinen Emotionen um.

 

Ich hoffe es waren ein paar gute Tipps für dich dabei. Ich weiß natürlich, dass es sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern Ausnahmefälle gibt. In meinen Beispielen bin ich aber von der breiten Masse ausgegangen die sich in 90 Prozent der Fälle tatsächlich so abspielt und Frauen in ihrem Erfolg hindert.

Hast du weitere Tipps? Schreib sie doch gerne in die Kommentare.

 

xoxo,

Kristina

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