Lifestyle

Trifft der Film „Nerve“ den Nerv der Zeit?

2. November 2017
Nerve

Nerve – „Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen.“ Was für ein unglaublicher Film.

Erst wollten wir den Film einfach nur nebenbei laufen lassen. Ich habe mir nicht wirklich viel davon versprochen und war dementsprechend umso begeisterter, wie nah die Situation an der Realität liegt.

Worum geht es?

Wir haben die Protagonistin Vee, die an ihrer Schule eher als das schüchterne Mauerblümchen gilt. An der Highschool von Vee verbreitet sich der Trend das Spiel „Nerve“ zu spielen. Bei dem Spiel Nerve geht es darum online Mutproben von sogenannten Watchern zu bekommen und diese dann im realen Leben zu erfüllen. Dafür gibt es Geld und wer am Ende als letzter im Spiel bleibt, gewinnt die gesamte Summe. Vee traut sich nicht dieses Spiel zu spielen und wird von ihrer besten Freundin dazu gedrängt, bis diese sie vor allen bloß stellt. Deshalb registriert Vee sich dann doch als Spielerin und das Abenteuer beginnt. Die Aufgaben beginnen harmlos und steigern sich von „fahr in die Innenstadt“ zu „fahre mit verbundenen Augen Motorrad“. Auf ihrer Reise begegnet sie Ian einem Jungen, der sie dann durch alle Mutproben begleitet und der ebenfalls Spieler bei Nerve ist.

*Guckt ihn euch unbedingt an – ich werde hier nicht weiter spoilern.

Wieso ist der Film so erschreckend?

Nerve ist eigentlich nicht sehr viel anders als Instagram oder YouTube. Wir haben zwei verschiedene Schwerpunkte.

Zum einen die Spieler: Sie begeben sich immer mehr in Gefahren nur um mehr Zuschauer, Likes und Geld zu bekommen. Eine Situation die sich immer mehr auf das reale Leben übertragen lässt. Erst letztens ist eine junge Frau von einer Klippe gestürzt, weil sie ein schönes Bild für Instagram machen wollte. Ebenso machen Youtuber und Instagramer immer mehr gefährliche und gesundheitsschädliche Pranks oder Challenges. Wir erinnern und alle an die junge Mutter, die den Vater ihrer Kinder ausversehen, wegen einer Challenge, erschossen hat.

Zum anderen die Watcher: Nerve zeigt auch, wie stark sich Zuschauer in der Anonymität des Internets verbergen. Bei anonymen Abstimmungen sind Menschen eher geneigt, anderen Leid zuzufügen und vergessen, dass es sich hier um reale Menschen handelt. Sie werfen mit Hatekommentaren um sich und fordern Menschen dazu auf sich zu verletzen. Dinge die man sich im realen Leben nicht traut, werden im Internet intensiv ausgeübt.

Was lernen wir daraus?

Hört auf dem virtuellen Leben einen so hohen Stellenwert beizumessen!!! Ja, ich bin auch bei Instagram, Facebook und auf meinem Blog vertreten, aber ich würde NIEMALS! die Gesundheit meiner Liebsten oder meine eigene, für Klicks aufs Spiel setzen. Natürlich auch die Gesundheit der anderen nicht!

An alle Zuschauer: Hört auf zu mobben. Menschen im Internet, sind auch im realen Leben Menschen. Sie versuchen euch zu unterhalten und reißen sich täglich den Arsch dafür auf, damit ihr glücklich seid. Konstruktive Kritik ist dabei erwünscht, wenn man aber mit Kommentaren wie „bring dich um, du bist hässlich“ um die Ecke kommt, ist es weder erwünscht noch legal. Merkt euch eins das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Auch hier besteht die Möglichkeit eine Anzeige für solche Beleidigungen zu kassieren. Überlegt euch beim nächsten Mal außerdem, ob ihr Lust darauf hättet täglich in einem solchen Ausmaß beleidigt zu werden.
BITTE denkt nach, wenn ihr Kommentare oder Nachrichten schreibt, ob Influencern oder Menschen in eurem Umfeld.

 

Hast du den Film Nerve schon gesehen? Findest du, er zeigt eine realistische Situation?

 

xoxo,

Kristina

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